Qualität = Sicherheit. Für Bremsenteile des Herstellers Otto Zimmermann ist das eine Gleichung, die aufgeht. Denn das Unternehmen produziert ausschließlich am eigenen Standort in Sinsheim Bremsenteile für den freien Ersatzteilemarkt. Patrick Sauer, Leiter Qualitätssicherung bei Otto Zimmermann, berichtet im Interview, was die Produkte des Herstellers ausmacht.
Redaktion: Was unterscheidet eine Zimmermann Scheibe von anderen Bremsscheiben im freien Ersatzteilmarkt?
P. Sauer: Wir produzieren ausschließlich in unserem Werk in Sinsheim. Wettbewerber vertreiben zugekaufte Scheiben und schreiben lediglich ihren Namen auf die Verpackung.
Redaktion: Ja, aber was ist an der eigenen Produktion besser?
P. Sauer: Eine Zimmermann Scheibe entspricht exakt der OE Scheibe, wenn diese keinem Patentschutz unterliegt.
Redaktion: Die Maße der Scheiben müssen bei den anderen doch auch stimmen. Sonst würde die Scheibe nicht passen.
P. Sauer: Grob gesehen müssen die Maße natürlich bei allen Scheiben übereinstimmen, das ist richtig. Aber wissen Sie, hier geht es um Hundertstel oder sogar Tausendstel Millimeter. Wenn diese Toleranzen nicht so eng gesetzt werden, macht sich das manchmal erst eine ganze Weile nach der Montage negativ bemerkbar. Wir messen bei jeder Scheibe mindestens 15 verschiedene Qualitätskriterien und prüfen, ob die Toleranzvorgaben eingehalten sind.
Redaktion: Was heißt das für den Autofahrer?
P. Sauer: Wenn beispielsweise die Bremsscheibenfläche ungleich dick ist, bemerkt der Fahrer dies durch ein pulsierendes Bremspedal oder ein Schlagen im Lenkrad. Die Werkstatt muss eine solche Scheibe dann austauschen.
Die Werkstatt hätte damit einen zeitaufwändigen Reklamationsfall, um den sie sich kümmern muss. Eng gesteckte Toleranzen sind zudem maßgebliche Qualitätskriterien für die Montierbarkeit einer Bremsscheibe.
Redaktion: Gibt es noch weitere Kriterien, die eine Zimmermann Scheibe wirklich besser machen?
P. Sauer: Natürlich kommt es auch auf das Rohmaterial an. Bevor wir eine Scheibe in unser Sortiment aufnehmen, analysieren wir genauestens die Zusammensetzung des Gussmaterials der OE-Scheibe. Dann geben wir diese Spezifikation an unsere Partner-Gießereien zur Herstellung des Rohlings. Wettbewerber setzen die gleiche Gussspezifikation für viele unterschiedliche Scheiben ein. Das kommt für uns nicht in Frage.
Redaktion: Warum dieser Aufwand: so viele verschiedene Gussvarianten und die ständige Überprüfung von mindestens 15 verschiedenen Maßvorgaben. Macht das Ihre Scheiben nicht unnötig teuer?
P. Sauer: Wenn Sie Sicherheit als unnötig bezeichnen, dann ja. Natürlich wirken sich die sorgfältige Herstellung und das hochwertige Rohmaterial auf den Endpreis aus. Aber wir bei Zimmermann sind uns unserer Verantwortung durchaus bewusst. Bremsenteile sind Sicherheitsteile. Da darf es keine Kompromisse geben.
Redaktion: Heißt das, dass durch die sorgfältige Herstellung in Ihrem Werk eine höhere Qualität angeboten werden kann, die mehr Sicherheit beim Bremsen bedeutet?
P. Sauer: Ja, genau so hätten wir es auch formuliert.
Die Otto Zimmermann GmbH
Seit mehr als sechs Jahrzehnten entwickelt, produziert und vertreibt die Otto Zimmermann GmbH anspruchsvolle KFZ-Komponenten für die Automobilhersteller und den freien Ersatzteilemarkt. Neben den Standardersatzteilen entwickelt das Unternehmen auch Sport- und Premiumbremsscheiben für die Anforderungen des Motorsports und des Tunings. Das Produktionsprogramm umfasst heute weit mehr als 4.500 verschiedene Bremsenkomponenten, die über den Groß- und Fachhandel in mehr als 60 Ländern weltweit vertrieben werden.



















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